Was können wir Bürger tun?

Ein Akteur der Energiewende zu werden und sich dafür zu engagieren, ist nicht so unkompliziert, wie es sein könnte. Besonders wenn unser Verständnis der globalen Herausforderungen im Zusammenhang mit Energie und Klimawandel begrenzt ist. Um aktiv zu werden, muss man sich zunächst informieren und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die politischen Fragen und die Zusammenhänge zwischen diesen Themen und dem Alltag verstehen.

Sich informieren

Europäische Bürger haben oft ein begrenztes Wissen über die globalen Energie- und Klimaprobleme und die Rolle, die sie in der Energiewende spielen können. Daher ist Information der erste Schritt auf dem Weg, ein aktiver Bürger zu werden.

Zur Verbesserung dieses Wissens gibt es unterschiedlichste Medien, Websiten, Fachzeitschriften, aber auch Serious Games und andere pädagogische Materialien, die frei zugänglich sind. Den Schwerpunkt bilden dabei verschiedene Themen wie bestehende Mechanismen und bewährte Verfahren auf europäischer und nationaler Ebene, Do’s und Don’ts für nachhaltiges Verhalten usw.

Europäische Bürger sollten diese Materialien besser nutzen, um mit dem nachhaltigen Handeln zu starten oder es fortzuführen. Das Projekt C4ET wird zu diesem Zweck eine breite Palette an pädagogischen, an die verschiedenen Wissensstände der Menschen (vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen) angepassten, Materialien anbieten.

Sich beteiligen

Die Energieprobleme sind global, weshalb Entscheidungen und Verhandlungen oft auf höherer Ebene stattfinden. Dennoch haben wir alle die Möglichkeit, uns einzubringen und auf europäischer, nationaler oder lokaler Ebene teilzunehmen. Die europäische Plattform «Debating Europe» gibt den Bürgerinnen und Bürgern beispielsweise die Möglichkeit, Online-Debatten mit europäischen Entscheidungsträgern zu Fragen, die den Kompetenzbereich der EU betreffen, zu organisieren und daran teilzunehmen. Das funktioniert folgendermaßen: Der Bürger stellt eine Frage, sei es schriftlich oder über ein Video. Ein europäischer Entscheidungsträger antwortet dann mit einem neuen Video und die Bürger können wiederum kommentieren.

Mehr dazu unter:

Behörden auf allen Ebenen können auch öffentliche Anhörungen einleiten, um neue Gesetze zu diskutieren oder Rechtsvorschriften zu überarbeiten. Auf lokaler Ebene kann jeder von uns an Bürgerdebatten, Treffen oder Konferenzen im Zusammenhang mit Klimawandel und Energiewende teilnehmen.

Was man im Alltag tun kann

Die Veränderung unserer Alltagsgewohnheiten ist ein entscheidender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Als europäische Bürger haben wir durch unser Konsumverhalten, unseren Lebensstil oder durch die Botschaften, die wir vermitteln, einen echten Einfluss. Energiesparendes Verhalten ist auf viele verschiedene Bereiche unseres Lebens anwendbar. Wir haben beispielsweise die Möglichkeit, kurze Distanzen mit dem Fahrrad oder ÖPNV zurückzulegen, den Heizwärmebedarf durch kleine Veränderungen in unserer Verhaltensweise zu reduzieren, so wenig Abfall wie möglich zu verursachen, nur das zu verbrauchen, was wir wirklich benötigen, etc.

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Das eigene Haus zu renovieren kann zusätzlich erhebliche Vorteile mit sich bringen. Die Investitionen zahlen sich oft schnell aus und man erhöht kostensparend den Komfort (je nach Wohnsitzland werden auch finanzielle Anreize geboten). Man kann auch in Solar-, Photovoltaik- oder sogar kleine Windenergieanlagen investieren, um selbst Wärme und Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu produzieren.

Engagement auf politischer Ebene

Als Europäer gibt Ihnen Ihre Staatsangehörigkeit Rechte und Möglichkeiten zur Beteiligung. Durch Wählen, Demonstrieren, Petitionen unterschreiben, Teilnahme an Debatten, gemeinsame Lobbyarbeit mit anderen Bürgern, etc. können Sie sich bei Entscheidungsträgern Gehör verschaffen. Sie können sich ebenso in NGO’s, die für die Energiewende eintreten, engagieren.

Weltweit sind Organisationen aus der Zivilgesellschaft immer mehr an den internationalen Verhandlungsprozessen auf globaler Ebene beteiligt. Die Plattform Beyond2015 (www.worldwewant2015.org) verdeutlicht diesen Trend und wird von den Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft gemeinsam gehostet. Laut der Website wird die Plattform „die Prioritäten der Menschen aus der ganzen Welt in den Vordergrund stellen und dazu beitragen, eine gemeinsame Vision zu entwickeln. Diese wird von den Vereinten Nationen und Staatsoberhäuptern direkt dazu genutzt, um eine neue, im Jahr 2015 startende und an den Erwartungen aller Bürger orientierte Entwicklungsagenda zu entwerfen“!

Ein weiteres Beispiel, das hier (unter vielen anderen) erwähnt werden kann ist Avaaz.org. Diese Plattform versammelt 43 Millionen Mitglieder aus 194 Ländern und ermöglicht Einzelpersonen, Petitionen zu starten oder zu unterzeichnen, vor Ungerechtigkeit zu warnen, zum Handeln aufzufordern oder sich für ihre Sache einzusetzen. Die auf Avaaz gestartete Klima-Petition „Höchste Zeit für 100% saubere Energie“ sammelte bereits mehr als 3,6 Millionen Unterschriften (Stand März 2016).

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