Der Energieübergang, warum?

Können wir mit einem auf fossile Brennstoffe basierenden Energiesystem weitermachen?

Laut BP’s Statistical Review of World Energy, wurde 2014 86% der weltweit genutzten Energie aus fossilen Brennstoffen (Öl, Kohle und Erdgas) bezogen.

Fossile Brennstoffe sind durch die Zersetzung von toten Pflanzen und Tieren entstanden. Die Science Daily Website bezeichnet sie als aus verwesten Pflanzen und Tieren gebildete, begrabene, brennbare geologische Ablagerungen organischer Materialien, die durch Einwirkung von Hitze und Druck in der Erdkruste über Hunderte Millionen von Jahren zu Erdöl, Kohle, Erdgas oder Schwerölen umgewandelt wurden.

(https://www.sciencedaily.com/terms/fossil_fuel.htm).

Das Öl, die Kohle und das Gas, das wir heutzutage verbrauchen (in großen Mengen und zunehmendem Maße), sind also lange vor dem ersten menschlichen Leben auf der Erde entstanden!

Die meiste Zeit unserer Geschichte haben wir keinerlei Gebrauch davon gemacht. Erst vor kurzem (auf einer geologischen Zeitskala), mit Beginn der industriellen Revolution und der Erfindung der Dampfmaschine (und später der Entwicklung von Beförderungsmitteln, Elektrizität usw.), hat die Ausbeutung begonnen. Aber in nur 150 Jahren wurde bereits eine enorme Menge an Rohstoffen verbrannt.

Dies führt unvermeidlich zu einer raschen Erschöpfung der Ressourcen und, auch wenn die Schätzungen verschiedener Studien variieren, werden die Öl und Gas Vorkommen sehr wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert aufgebraucht sein.

Klimawandel : Bedrohung für unseren Planeten und unsere Gesellschaft

In Bezug auf Energie ist der Abbau fossiler Brennstoffe jedoch nicht das Hauptproblem. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe war und ist immer noch für eine massive Freisetzung von Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre, insbesondere Kohlendioxid (CO2), sowie für wesentliche Luft-, Boden- und Wasserverunreinigungen verantwortlich.

Der verstärkte Treibhauseffekt führt zu steigenden Temperaturen, zu einem Anstieg des Meeresspiegels, zu signifikanten Veränderungen des Niederschlags und der Windverhältnisse, zur Verschärfung extremer Wetterereignisse, zum Schmelzen von Eiskappen, zur Störung der Ökosysteme und weiteren Folgen.

Dies wird wiederum negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben, insbesondere da….

…sich mehr Siedlungen an der Küste entwickeln.

…Hitzewellen und Dürren öfter in Gebieten vorkommen, die ohnehin schon unter Wassermangel leiden.

…Wasservorräte durch steigende Nutzung, Verschmutzung, Salzwasserintrusion nahe der Küste und das Schmelzen von Gletschern und Eiskappen abnehmen.

…einige Inseln durch den ansteigenden Meeresspiegel verschwinden könnten.

…extreme Wetterereignisse erhebliche Schäden anrichten.

…die neuen Klimabedingungen Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion haben.

Ein Anstieg der Nahrungsmittelknappheit, klimabedingte Erkrankungen, Mortalität durch Naturkatastrophen sowie massive Völkerwanderungen sind ebenfalls zu erwarten.

Die Energiewende ist keine Option…aber sie steckt voller Chancen

Alle Prognosen zeigen, dass diese Auswirkungen künftig stärker werden und eine Ebene erreichen, die schnell untragbar werden könnte. Aus diesem Grund versammelt sich die internationale Gemeinschaft jedes Jahr im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) um eine internationale Antwort auf dieses globale Problem zu finden. Das erste universelle Klimaabkommen mit dem Ziel, die globale Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts weit unter 2 ° C zu halten, wurde während der 21. Vertragsstaatenkonferenz der UNFCCC (COP21) in Paris im Jahr 2015 festgelegt. Diese Vereinbarung wurde seitdem von vielen Ländern unterzeichnet und ratifiziert und tritt nun in Kraft.

Um das 2°C-Ziel zu erreichen und dramatische Konsequenzen zu vermeiden, sollten wir nach Schätzungen mindestens zwei Drittel bis drei Viertel aller bekannten fossilen Brennstoffreserven im Boden belassen. Aber anstatt diese Richtung einzuschlagen, steigt der Verbrauch fossiler Brennstoffe stetig und es werden ständig neue Reserven gesucht und entdeckt.

Unter diesen Umständen könnte unser verbleibendes “Kohlenstoff-Budget”, also die Menge an CO2, die wir noch ausstoßen könnten ohne die 2°C Schwelle zu überschreiten, in knapp über zwei Jahrzehnten verbraucht sein (hier ist es wichtig, zu betonen, dass ein Kohlendioxid-Molekül in der Atmosphäre eine Lebensdauer von etwa 100 Jahren hat).

Angesichts der ernsthaften Bedrohung durch Klimawandel und Verschmutzung haben wir gegenwärtig, auch unabhängig von der Erschöpfung fossiler Brennstoffe, keine andere Wahl, als unser Energiemodell zu ändern. Während einige noch über die Zukunft unserer Kinder sprechen, wenn es um dieses Thema geht, erinnern uns viele dramatische Ereignisse auf der ganzen Welt daran, dass es bereits allgegenwärtig ist…und dass wir unserer Gesellschaft und unseres Planeten zuliebe jetzt handeln sollten.

Positiv ist, dass es alternative Wege gibt. Erneuerbare Energien und emissionsarme Entwicklung bieten enorme Möglichkeiten, die bereits jetzt wirksam und wettbewerbsfähig sind. Aber in allen Fällen müssen Energieverschwendung und Überkonsum gestoppt werden.

Als Bürger haben wir die Macht, unsere Gewohnheiten zu verändern und unsere Verwandten und Freunde, Politik und Unternehmen davon zu überzeugen, diesen neuen und nachhaltigen Weg des Fortschritts einzuschlagen. Und um mit dem Handeln zu beginnen oder die Maßnahmen fortzuführen, stellt das Projekt C4ET Ihnen Materialien zur Verfügung, die Sie durch alle Schritte des Prozesses führen.

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